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Archäobotanik | ![]() |
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Vorsteherin der Arbeitsgruppe Archäobotanik (Abteilung Archäobiologie): Prof. Dr. Stefanie JacometWissenschaftliche MitarbeiterInnen/Post-Doc's:
DoktorandInnen:
Ferran Antolin (gemeinsam mit UA Barcelona) Freie Mitarbeiter: Dipl. phil. Heiner AlbrechtDr. Marlies Klee Dr. Lucie Martin Dr. Danièle Martinoli Dr. Tjaša Tolar Allgemeines über Archäobotanik Die Archäobotanik als Teilgebiet der Archäobiologie befasst sich mit der Untersuchung pflanzlicher Reste vorwiegend aus anthropogenen Ablagerungen früherer Zeiträume. Zusammen mit der Archäozoologie ist sie ein wichtiger Eckpfeiler der Erforschung und Rekonstruktion der wirtschaftlichen und naturräumlichen Grundlagen vergangener Epochen der Menschheitsgeschichte. Wichtige Informationen liefert die Archäobotanik ausserdem zur Interpretation archäologischer Strukturen (z.B. diente eine Grube als Latrine?).In erster Linie analysieren wir pflanzliche Makroreste (Samen und Früchte, Holz, Blätter, Stengel und andere vegetative Pflanzenteile). Die wichtigste Fundgattung sind Samen und Früchte, da diese sich am ehesten bis auf das Artniveau bestimmen lassen. Ausserdem werden auch Mikroreste (Pollen und Sporen) untersucht. Um chronologische Entwicklungen darstellen zu können und Vergleiche zwischen Siedlungsplätzen einer Epoche durchzuführen, müssen die Ergebnisse einer grossen Zahl von Fundstellen vorliegen, was bis heute in Mitteleuropa erst von wenigen Orten der Fall ist. Einführende Publikationen
Hinweise zur Probenentnahme von archäobotanischem Material (Merkblatt aus: Archäologie der Schweiz Vol. 22 (1), 1999, ergänzt) Anleitung zur Probenentnahme und zur Probenaufbereitung / instructions for sampling and recovery techniques (ausführliche und dem neuesten Forschungsstand entsprechende Version von 2009). Es stehen 2 ausführliche, reich bebilderte Dokumentationen über das Vorgehen beim Schlämmen archäobotanischer Proben ("chaine opératoire") zur Verfügung / There are 2 detailed and richly illustrated files available explaining the procedures involved while recovering plant remains: Am IPNA laufen parallel jeweils 40-50 Bearbeitungen archäobotanischen Materials von den verschiedensten archäologischen Fundstellen. Der Schwerpunkt unserer Tätigkeiten liegt in der Schweiz und dem angrenzenden Ausland (insbesondere Elsass, Haut-Rhin, F), wo wir Forschungsarbeiten für archäologische Ämter durchführen. Dies geschieht zum Teil im Rahmen von universitären Abschlussarbeiten. Der zeitliche Rahmen liegt zwischen dem Paläolithikum und der frühen Neuzeit. Schwerpunkte sind traditionell neolithische und bronzezeitliche Seeufersiedlungen und römerzeitliche sowie mittelalterliche Fundstellen. Neu erforschen wir intensiv auch das Mesolithikum. Alle erhobenen Daten fliessen in unsere Datenbank ARBOL ein und dienen als Basis für überregionale und/oder diachrone Auswertungen. Projektliste Forschungsdatenbank der Universität Basel Archäobotanische Datenbank der Schweiz (ARBOL - Archaeobotanical Lists) Diese
Datenbank enthält Daten von
Makrorestnachweisen (v.a Samen und Früchte) aus
archäologischen Fundstellen der
Schweiz und benachbarter Gebiete. Entwickelt wurde die Datenbank ARBOL
unter
Microsoft Fox Pro. Sie enthält zurzeit Informationen von gegen
1000 Taxa aus über 350 Fundstellen
(Neolithikum
bis Mittelalter). Insgesamt sind über 12 Mio. Pflanzenreste
erfasst. Derzeit laufen Bestrebungen, die Schweizer Datenbank in eine europaweit immer mehr genutzte, internationale Datenbank (ArboDat), welche durch A. Kreuz von der Denkmalpflege Hessen entwickelt wurde, zu transferieren. Weitere Informationen sind über den Datenbankmanager Dr. Christoph Brombacher erhältlich. Weitere Datenbanken:
Hinweise auf Praktikums- und Abschlussarbeiten Themen für Praktische Arbeiten (Erwerb von KP im Rahmen des Moduls „Praktische Archäologie“ möglich), BSc und MSc-Arbeiten:
Eine entsprechende Liste ist bei S. Jacomet erhältlich. Bestimmung von pflanzlichen Makroresten
Zeitschriften und Organisationen
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