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Inhaltsverzeichnis

Archäoanthropologie
Archäobiologie
Geoarchäologie
Paläo-/Mesolithikum
Neolithikum
Sozialgeschichte
 



Leitbild

Archäologen sind vom Wert aller menschlichen Hinterlassenschaften im Archiv unseres Bodens überzeugt: Sie sind Teil des kulturellen Erbes der Menschheit, das es zu bewahren und für kommende Generationen zu überliefern gilt. Angesichts der steten Vernichtung dieser Urkunden vorallem durch Bautätigkeiten ist ihre Rettung Pflicht. Diese Rettung geschieht einerseits durch die wissenschaftliche Aussgrabung eines Befundes und das Bewahren der archäologischen Fundgegenstände, aber auch die Dokumentation und Publikation besitzen einen hohen Stellenwert. An diesem Berufsethos halten wir fest, selbst wenn derartige Grundlagenforschung heute vielfach an gesellschaftlicher Akzeptanz verliert.
 




Auswahl an Forschungsprojekten


Paläolithikum

Mesolithikum

Neolithikum

Bronze- und Eisenzeit

Römerzeit

Frühmittelalter bis Neuzeit

DNA

Experimentelle Archäologie




Paläolithikum
  • Nadaouiyeh Aïn Askar (Syrien) (Leiter: J.-M. Le Tensorer, S. Muhesen; Grabungsleiter: R. Jagher; Anthropologie: P. Schmid; Archäozoologie: N. Reynaud; Archäobotanik: J. Renault-Miskovsky; Mikromorphologie: Ph. Rentzel; Datierungen: D. Richter)
  • Hummal (Syrien) (Leitung: J.-M. Le Tensorer; MitarbeiterInnen: V. von Falkenstein, H. Le Tensorer, K. Meyer, Ph. Rentzel, D. Wojtczak): Namengebende Fundstelle der mittelpaläolithischen Hummal-Kultur. Seit 1997 werden neue Ausgrabungen duchgeführt. Die 25m mächtige Stratigraphie enthählt mehr als 30 Kulturschichten (Epipaläolithikum, Jungpaläolithikum, Moustérien, Hummalien, Yabrudien, Acheuléen, Tayacien). 
  • Le Paléolithique ancien et les traditions à bifaces dans les steppes de la Syrie centrale (Bearbeiter: R. Jagher)
  • Das Mittelpaläolithikum der Wildkirchli-Höhlen (AI) (Bearbeiter: J.-M. Le Tensorer, R. Jagher): Neuauswertung der Ausgrabung E. Schmid (1958/59), Untersuchung des lithischen Materials. Im Zentrum dieser neuen Auswertung liegen das Problem des alpinen Paläolithikums und die Diskussion des sogennanten Höhlenbärenkultes. 
  • Das Mittelpaläolithikum der Schweiz, die letzten Neandertaler und das Aufkommen der modernen Menschen in Europa (Bearbeiter: J.-M. Le Tensorer): Während der Mittelwürmzeit (ca. 40’000-30’000 v. Chr.) finden sich Fundstellen und Reste der letzten Neandertaler im Jura und Alpinen Gebiet. Gleichzeitig sind die ersten Kulturen des Homo sapiens sapiens in den grossen Tälern der deutschen Hochdonau und der französischen Rhône bestätigt. Die möglichen Kontakte zwischen diesen beiden Bevölkerungen und die Frage nach dem Aussterben oder der Assimilation der Neandertaler ist eines der grossen Probleme der aktuellen Forschung. 
  • Auswertung der mittel- und jungpaläolithischen Fundstellen der Schweiz und der Alpinen Regionen (Bearbeiter: R. Jagher, J.-M. Le Tensorer): In Rahmen der Tätigkeit der INQUA Kommission „European Late Pleistocene Isotopic : Stages 2 & 3: Humans, their Ecology & cultural Adaptations“ wurde ein Forschungsprogramm über die systematische  Auswertung der mittel- und jungpaläolithischen Fundstellen der Schweiz und der Alpinen Regionen begonnen. Die ersten Resultate wurden auf dem internationalen INQUA-Kongress in Durban (Süd-Afrika) vorgestellt.
  • Atlas der paläolithischen und mesolithischen Fundstellen der Schweiz und angrenzender Gebiete (Bearbeiter: R. Jagher)
  • Le paléolithique ancien et moyen au pied Nord du Jura (Dept. du Haut-Rhin) (Bearbeiter: R. Jagher gemeinsam mit X. Lack, D. Juppé und E. Jagher-Niederhauser)
  • Roggenburg-Mühle (Bearbeiter: R. Jagher, E. Jagher-Niederhauser): Technologie eines mittelpaläolithischen Schlagplatzes im Lützeltal.
  • Altwasserhöhle-1 (Bearbeiter: R. Jagher, M. Fischer, R. Inauen): Archäologie der spätpaläolithischen und mesolithischen Jäger im Alpsteinmassiv.
  • Bearbeitung der Funde und Befunde aus der Fundstelle Cassegros (F): Im Rahmen einer Ausstellung im Musée National de Préhistoire des Eyzies wird die Referenzstation Cassegros neu präsentiert. Die Höhle von Cassegros wurde 1973 entdeckt und während 12 Jahren (1973-1985) unter der Leitung von J.-M. Le Tensorer ausgegraben. Die Auswertung berücksichtigt die chronologischen und kulturellen Aspekte dieses seltenen Altmagdaléniens. 
  • Das Problem des Ursprungs der Kunst (Bearbeiter: J.-M. Le Tensorer): Die Kunst der Jägervölker umfasst sowohl Wandbilder auf Felsen oder tief in Höhlen als auch Darstellungen auf Objekten des täglichen Gebrauchs. In den letzen Jahren wurden in Frankreich mehrere hervorragende Entdeckungen gemacht, die der Erforschung der Lebensverhältnisse der eiszeitlichen Menschen neuen Auftrieb verleihen. Eine der wichtigsten Fragen der aktuellen Forschung ist: wann in der langen urgeschichtlichen Zeit taucht die Kunst auf? Im Rahmen dieser Forschung haben wir mit Herrn Dr. Michel Lorblanchet die ersten Untersuchungen in der Höhle Roucadour (Dept. Lot, F) begonnen (MitarbeiterInnen: I. Braun, H. Le Tensorer, K. Schroeder).
  • „Etude des empreintes humaines dans l’art rupestre“ (Leitung: M. Groenen, Université Libre de Bruxelles; J.-M. Le Tensorer; M. Lorblanchet, Université de Toulouse): Im Rahmen der Forschung über das Problem des Ursprungs der paläolithischen Kunst wurden Kontakte mit Kollegen der Universitäten Toulouse und Brüssel aufgenommen, um ein neues, grosses, internationales und interdisziplinäres Projekt zu beginnen. Es handelt sich um eine Analyse der menschlichen Handspuren in den wichtigsten Wandkunst-Höhlen Frankreichs und Spaniens mit zusätzlichen anthropologischen und ethnologischen Untersuchungen über die Bestimmung solcher Spuren.
    Archäozoologie:
  • Grotte de Roc de Courroux JU (Bearbeiterin: B. Stopp; Auftraggeberin: Kantonsarchäologie Jura): Knochen aus einer Sondierung, 14C-Datierungen weisen auf eine spätpleistozäne-frühholozäne Entstehung der Ablagerungen hin.



Mesolithikum
    Archäozoologie:
  • Varennes (Eure) F (Bearbeiterin: R.-M. Arbogast; CNRS): Etude des restes osseux animaux de la sépulture mésolithique des 20'000 restes.


Neolithikum
    Archäobiologie:
  • Arbon-Bleiche 3 TG (Nationalfonds-Projekt Nr. 1253-063539.00/1. Gesuchsteller: Kantonsarchäologie Thurgau, Prof. J. Schibler, Prof. S. Jacomet. MitarbeiterInnen im Basler Institut: Archäobotanik: Sabine Hosch, Petra Zibulski, Christoph Brombacher, Marlu Kühn, Angela Schlumbaum, Meral Turgay, Sylvia Martinez.
  • Archäozoologie: Sabine Deschler-Erb, Elisabeth Marti-Grädel, Heide Hüster-Plogmann, Jörg Schibler.
    Geoarchäologie: Philippe Rentzel
    MitarbeiterInnen in anderen Institutionen:
    Hanspeter Marti (Schweiz. Tropeninstitut, Parasiten Tiere), Michel Magny (Univ. Besançon, Sedimentologie), Philippe Hadorn (Kantonsarchäologie Neuchâtel, Palynologie), Geoffrey Lemdahl (Univ. Växjö, Insekten), Françoise Bouchet (Univ. Reims, Parasiten Mensch), J. Spangenberg (Uni Lausanne, chemische Untersuchungen), Jeanne Bonzon (Univ. Fribourg; mineralogische Untersuchung der Keramik), Annick de Capitani (Keramik-Typologie, Dissertation Uni Bern, abgeschlossen), Urs Leuzinger (Kantonsarchäologie Thurgau (Befunde und andere Funde). 
    Zwischen 1993 und 1995 führte das Amt für Archäologie des Kantons Thurgau Rettungsgrabungen im Bereich der jungneolithischen Seeufersiedlung Arbon-Bleiche 3 durch. Es handelt sich um eine einphasige Siedlung, die dendrochronologisch zwischen 3384 und 3370 v.Chr. datiert.
  • Ay-sur-Moselle F (Bearbeiterin: R.-M. Arbogast; CNRS): Néolithique ancien Rubané, grands mammifères et poissons (nombre de restes déterminés = 2000).
  • Bielerseeprojekt BE (Bearbeiter: E. Marti-Grädel (Archäozoologie); Ch. Brombacher (Archäobotanik); Auftraggeber: Archäologischer Dienst Kanton Bern): verschiedene Fundstellen am Bielersee.
  • Chalain 4 F (Bearbeiterin: R.-M. Arbogast; CNRS): Néolithique final, 18000 restes dét. 
  • Cham Eslen ZG (Bearbeiterin bisher: D. Martinoli; Auftraggeberin: Kantonsarchäologie Zug): Archäobotanische Untersuchungen einer früh-jungneolithischen Inselsiedlung im Zugersee. Projekt derzeit eingestellt.
  • Flévy F (Bearbeiterin: R.-M. Arbogast; CNRS): Roessen, 200 restes dét.
  • Huntedorf, Dümmer, Niedersachsen D (Bearbeiterin: R. Ebersbach): Trichterbecher- bis Schnurkeramik-zeitlicher Tierknochenkomplex (ca. 2800/2700 v. Chr.) aus Altgrabungen von H. Reinerth. Das bis jetzt unveröffentlichte Original-Manuskript von R. Vogel wird neu überarbeitet. Total ca. 6000 artbestimmte Fragmente. Wildtiere überwiegen, darunter an erster Stelle Pferd und Biber. Unter den Haustieren dominieren die Rinder. Zahlreiche Mess-Strecken sind vorhanden.
  • Longueuil «Le Barrage» F (Bearbeiterin: R.-M. Arbogast; CNRS): Villeneuve-Saint-Germain (Néol. Moyen), 450 restes dét. 
  • Normandie F (Bearbeiterin: R.-M. Arbogast; CNRS): Etude des ossements animaux des sépultures collectives.
  • Pfäffikon-Burg ZH (Archäobotanik: P. Zibulski, Archäozoologie: R. Ebersbach, B. Stopp, H. Hüster Plogmann; Auftraggeberin: Kantonsarchäologie Zürich): Seeufersiedlung der Horgener Kultur. 
  • Pontpoint «Le Fond de Rambourg» F (Bearbeiterin: R.-M. Arbogast; CNRS): Villeneuve-Saint-Germain (Néol. Moyen), 1600 restes dét. 
  • Risch-Oberrisch, Aabach ZG (Archäobotanik: S. Jacomet; Archäozoologie: K. Steppan, H. Hüster Plogmann (Fischreste); Auftraggeberin: Kantonsarchäologie Zug): Seeufersiedlung der zentralschweizerischen Pfyner Kultur (um 3700 v. Chr.).
  • Saint-Blaise/Bains des Dames NE (Bearbeiter: B. Stopp, J. Studer (Fischreste, Naturhist. Museum Genf), L. Bartosiewicz/A. Choyke (Knochen- und Geweihartefakte, Budapest); Auftraggeberin: Kantonsarchäologie Neuenburg): Drei Dörfer aus der Horgener (ca. 3176 bis ca. 3112 v. Chr.), Lüscherzer (ca. 2797 bis ca. 2673 v. Chr.) und Auvernier Kultur (ca. 2550 und ca. 2500 v. Chr.). Da das Material geschlämmt wurde, standen über 100'000 Knochen für eine Auswertung zur Verfügung. Die Bearbeitung ist abgeschlossen.
  • Sevelen Pfäfersbühl SG (Bearbeiterin: R. Ebersbach; Auftraggeberin: Kantonsarchäologie St. Gallen): Epi-Rössener Trockenbodensiedlung im St. Galler Alpenrheintal. Total 510 Knochenfragmente, davon 162 bestimmbar.
  • Singen-Offwiese D (Bearbeiter: K. Steppan, H. Hüster Plogmann (Fischreste); Auftraggeber: Landesdenkmalamt Baden-Württemberg, Arbeitsstelle Hemmenhofen): Neolithische Fundstelle (Hinkelstein, Grossgartach, Rössen) mit Feuchterhaltung. Die Untersuchung beschränkt sich zur Zeit auf stratifizierte Knochenfunde der Grossgartacher und Rössener Kultur.
  • Südwest-Anatolien (Dissertation Danièle Martinoli; NF Projekt Nr. 12-64974.01): Plant Food Economy during the Epipalaeolithic and the Neolithic at Öküzini and Karain Caves (ca. 17'000 - 6500 BC cal.), Southwest Anatolia. 
  • Trémery F (Bearbeiterin: R.-M. Arbogast; CNRS): Rubané, 500 restes dét. 
  • Vaihingen D (Bearbeiterinnen: R.-M. Arbogast (CNRS) und M. Schäfer, Diss. Uni Basel): Rubané, 6000 restes dét.
  • Wädenswil ZH (Bearbeiter: K. Steppan; Auftraggeberin: Kantonsarchäologie Zürich): Endneolithische Seeufersiedlung. Stichprobenartige Untersuchung einer kleinflächigen Konzentration, die aus über 14 000 meist verbrannten Knochen besteht. 
  • Wädenswil-Vorder Au ZH (Bearbeiter: A. Rehazek; Auftraggeberin: Kantonsarchäologie Zürich): Neolithikum (Cortaillod) und Frühbronzezeit.
  • Wittenheim F (Bearbeiterin: R.-M. Arbogast; CNRS): Roessen, 200 restes dét. 
  • Zürich-Bauschanze ZH (Bearbeiter: A. Rehazek; Auftraggeberin: Kantonsarchäologie Zürich): Pfyn und späte Frühbronzezeit 

  • Siedlungsarchäologie
  • LUPS - Landnutzung und Umweltbezug Prähistorischer Siedlungen (laufendes Habilitationsprojekt R. Ebersbach)



Bronze- und Eisenzeit
    Archäobiologie:
  • Cresta-Cazis GR (Bearbeiterin: P. Plüss, im Rahmen einer Dissertation an der Uni Basel): Archäozoologische Untersuchung der spätbronzezeitlichen Siedlung. 
  • Delémont En la Pran JU (Bearbeiterinnen: D. Martinoli, M. Klee; Auftraggeberin: Kantonsarchäologie Jura): Archäbotanische Untersuchungen von Urnen sowie natürlichen Sedimenten in der Umgebung der Fundstelle. 
  • Greifensee-Böschen ZH (Bearbeiter M. Veszeli, H. Hüster-Plogmann (Fischreste); Auftraggeberin: Kantonsarchäologie Zürich): Spätbronzezeitliche Seeufersiedlung (11. Jh. v.Chr.), die trotz längerer Ausgrabungstätigkeit nur wenige Knochenfunde lieferte. Vorbericht Jörg Schibler (JbSGUF 70, 1987, 88-89).
  • Haldenstein GR (Bearbeiter: A. Rehazek; Auftraggeberin: Kantonsarchäologie Graubünden): Spätbronzezeit (evtl. frühe Eisenzeit)
  • Savognin-Padnal GR (Bearbeiterin: M. Bopp-Ito im Rahmen einer Dissertation am IPNA): Archäozoologie, gesamte Bronzezeit.
  • Scuol-Motta Sfondraz GR (Bearbeiter: A. Rehazek; Auftraggeberin: Kantonsarchäologie Graubünden): Frühbronzezeit.
  • Stansstad-Loppburg NW (Bearbeiterin: B. Stopp; Auftraggeber: J. Obrecht/P. Gutzwiller): Mittel- bis spätbronzezeitliche Höhensiedlung.
  • Steinhausen, Chollerpark ZG (Bearbeiterinnen: D. Martinoli, S. Jacomet; Auftraggeberin: Kantonsarchäologie Zug): Archäbotanische Untersuchung der Sedimente in der Umgebung der Holzkonstruktionen mit unbekannter Funktion. In Zusammenarbeit mit Beat Eberschweiler. 


  • Balzers-Runder Büchel FL (Bearbeiter: M. Veszeli): Eisenzeitliche Brandgräber (Auftraggeberin: Landesarchäologie Fürstentum Liechtenstein).
  • Basel-Gasfabrik BS (Archäobotanik: M. Kühn; Archäozoologie: B. Stopp; Auftraggeberin: Archäologische Bodenforschung Basel-Stadt): Spätlatènezeitliche Siedlung, die min. 15 ha umfasst. Es sind hauptsächlich Gruben verschiedenster Form und Grösse erhalten. Die ursprüngliche Funktion der Gruben ist nicht bekannt. In Zweitnutzung wurden sie mit „Abfall“  im weitesten Sinne wieder verfüllt. Die Ausgrabungen sind noch im Gange.
  • Basel-Münsterhügel BS (Bearbeiter: E. Deschler-Erb, B. Stopp): Leitungsgrabungen 1978/13, 1978/26 und 1979/25: Erfasst und ausgewertet werden die vor allem durch Gruben geprägten Horizonte der Spätlatènezeit und der frühen römischen Kaiserzeit (Habilitation Deschler-Erb). In die Auswertung eingeschlossen ist auch die Bearbeitung der archäozoologischen Reste durch B. Stopp im Rahmen einer Dissertation. 
  • Cheyres-Roche Burnin und Cugy-Les Combes FR (Bearbeiter: D. Martinoli, Ch. Brombacher; Auftraggeber: Kanton Fribourg): Archäobotanische Untersuchung von zwei spätlatènezeitlichen Gruben aus dem Broye-Gebiet.
  • Matzenheim-Les Berges du Panama/Haut Rhin F (Bearbeiter: D. Martinoli, Ch. Brombacher; Auftraggeber: Direction des Affaires Culturelles de Strasbourg): Les macrorestes botaniques d'un enclos de la Tène finale.
  • Rheinau ZH (Bearbeiter: K. Steppan, H. Hüster-Plogmann (Fischreste); Auftraggeberin: Kantonsarchäologie Zürich): Spätlatènezeitliches Oppidum. Die untersuchten Knochenkomplexe (mit Schlämmfunden!) stammen aus Gruben eines Handwerkerviertels (Feinschmiede).
  • Wartau-Ochsenberg SG (Bearbeiter: M. Veszeli): Eisenzeitlicher Brandopferplatz mit vielen kleinfragmentierten, verbrannten Knochen. Bisher konnten als Tierarten Rind, Schwein und vermutlich Schaf/Ziege nachgewiesen werden. Nationalfonds-Projekt.



Römerzeit
    Archäobiologie:
  • Arconciel FR (Bearbeiterin: M. Petrucci; Auftraggeber: Kanton Fribourg): Archäobotanische Untersuchungen der römerzeitlichen Nekropole.
  • Augst - Augusta Raurica, Insulae 1 und 2, Kastelen BL (Bearbeiter: G. Breuer, P. Lehmann; Auftraggeberin: Römerstadt Augusta Raurica/Kanton Baselland): Die Ausgrabung erfolgte in den Jahren 1991–1993 im Areal der Insulae 1 und 2 auf dem Kastelenplateau am nördlichen Ende der Oberstadt der römischen Koloniestadt Augusta Raurica. Das Projekt wurde1997 abgeschlossen. Die Ergebnisse werden im Rahmen der Reihe Forschungen in Augst (Bände 21–24) publiziert. Band 23 wurde 1996 herausgegeben, die Publikation der weiteren Bände ist für 1999/2000 vorgesehen. Datierung/Befund: Das Fundmaterial umfasst den Zeitraum von der frühen Kaiserzeit bis etwa 350 n.Chr. 
  • Augst - Augusta Raurica, Grabung Frey BL (Bearbeiter: G. Breuer, H. Hüster-Plogmann)
  • Augst BL (Bearbeiterin: M. Klee; Auftraggeberin: Kanton Baselland): Archäobotanische Untersuchungen der laufenden Grabungen in der Römerstadt Augusta Raurica.
  • Basel-Münsterhügel BS (s. Eisenzeit)
  • Basel-Rittergasse BS (Bearbeiter/innen: Ch. Brombacher, M. Klee, A. Schlumbaum; Auftraggeber: Kanton Basel-Stadt): Archäobotanische Untersuchungen von römerzeitlichen Gruben aus Basel Rittergasse 29 (1992/42). 
  • Biberist-Spitalhof SO (Archäobotanik: A. Schlumbaum (Holzkohlen), S. Jacomet, M. Kühn, M. Ernst, M. Petrucci (Samen/Früchte); Archäozoologie: S. Deschler-Erb, H. Hüster-Plogmann (Fischreste); Auftraggeberin: Archäologischer Dienst des Kantons Solothurn): In den Jahren 1982, 1983 und 1986-1989 untersuchte die Kantonsarchäologie Solothurn auf dem Trassee der Nationalstrasse N5 etwa die Hälfte des Wirtschaftsbereichs eines ca. 5ha grossen römischen Gutshofes. Schlämmproben aus verschiedenen Zonen des Gutshofes haben zahlreiche Fisch-, Amphibien- und Kleinsäugerreste geliefert. 
  • Biesheim F (Archäobotanik: S. Jacomet, A. Schlumbaum, P. Vandorpe; Archäozoologie: F. Ginella, J. Schibler; finanziert durch Stiftungen der Uni Basel): Untersuchungen der römerzeitlichen Ablagerungen in Kastell und Vicus.
  • Die Zivilsiedlung(en) der römischen Militärlager in Oedenburg (Biesheim/Kunheim, F) (Archäobotanik: P. Vandorpe; Archäozoologie: F. Ginella)
  • Eschenz TG (Bearbeiterin: B. Pollmann (Archäobotanik/alte DNA); Auftraggeber: Amt für Archäologie des Kantons Thurgau)
  • Gross-Gerau D (Bearbeiterinnen: S. Deschler-Erb, H. Hüster-Plogmann (Fischreste); DFG-Projekt): Knochen aus dem Kastell-Vicus.
  • Langendorf-Hüslerhof SO (Bearbeiter: M. Veszeli (Archäozoologie); Ch. Brombacher (Archäobotanik); Auftraggeberin: Kantonsarchäologie Solothurn): Römischer Gutshof (Ende 1. Jh. - Mitte 2. Jh. n.Chr.), wovon ein Keller und ein Vorratsraum archäozoologisch untersucht wurden. Neben den üblichen Haustierarten konnte auch ein Gämse nachgewiesen werden. Publikationstermin unbekannt.
  • Lully- La Faye FR (Bearbeiter/innen: Ch. Brombacher, M. Ernst, M. Klee; Auftraggeber: Kanton Fribourg): Archäobotanische Untersuchungen der römerzeitlichen Nekropole.
  • Moers-Asberg/Asciburgium D (Bearbeiterin: S. Deschler-Erb; Auftraggeber: T. Bechert, Stadtarchäologie Duisburg): Knochenfunde aus dem Kastell 
  • Reinach-Mausackerweg BL (Archäobotanik: M. Petrucci, A. Schlumbaum; Archäozoologie: M. Veszeli, Auftraggeberin: Kantonsarchäologie Basel-Landschaft): Römische Brandgräber.
  • Solothurn-Vigier-Häuser SO (Bearbeiter: G. Breuer (Archäozoologie, mit H.-R. Stampfli); S. Jacomet (Archäobotanik); Auftraggeber: Archäologischer Dienst des Kantons Solothurn): Das Projekt wurde 1992 abgeschlossen, der Publikationstermin steht noch nicht fest. Datierung/Befund: Das Fundmateriel setzt sich aus römerzeitlichen, mittelalterlichen sowie neuzeitlichen Funden zusammen: 1. Jh. n.Chr. 852 Knochenfunde, 2.–3. Jh. n.Chr. 1156 Knochenfunde, 12.–14. Jh. 2890 Knochenfunde, 14.–16. Jh. 1714 Knochenfunde, 16.–19. Jh. 907 Knochenfunde. 
  • Studen/Petinesca BE (Archäobotoanik: Ch. Brombacher, M. Klee, A. Schlumbaum; Archäozoologie: H. Hüster-Plogmann, B. Stopp; Auftraggeberin: Archäologischer Dienst des Kantons Bern): Holz-, Samen-/Frucht- und Tierknochenanalysen aus den Brunnen I bis III.
  • Ubstadt-Weiher-Stettfeld D (Bearbeiter: A. Rehazek; Landesdenkmal Baden-Württemberg)
  • Wiesloch D (Bearbeiter: A. Rehazek; Landesdenkmal Baden-Württemberg)
  • Windisch-Breite AG (Archäobotanik: S. Jacomet; Archäozoologie: H. Hüster-Plogmann (Fischreste); Auftraggeberin: Kantonsarchäologie Aargau): Untersuchungen der frührömischen Schichten (Holzbauphasen). In Zusammenarbeit mit Andrea Hagendorn. 



Frühmittelalter bis Neuzeit
  • Basel-Petersberg (Prof. em L. Berger): Mittelalterliche Talsiedlung, Nachträge und Neubearbeitung gewisser Fundgruppen gemeinsam mit Pia Kamber, Historisches Museum Basel. Begonnen wurde die Konservierung und wissenschaftliche Bearbeitung der Lederfunde durch Serge und Marquita Volken, Lausanne, sowie durch L.Berger die Erstbearbeitung der gläsernen Glättsteine, die bei der Vorbereitung der Publikation von 1963 verschollen waren und erst vor wenigen Jahren wieder zum Vorschein gekommen sind. 

  • Literatur: L. Berger, Die Ausgrabungen am Petersberg in Basel, Ein Beitrag zur Frühgeschichte Basels, Basel l963. 

    Archäobiologie:

  • Baar Früebergstrasse ZG (Bearbeiterin: M. Kühn; Auftraggeberin: Kanton Zug): frühmittelalterliches Gräberfeld. 
  • Courtedoux-Creugenat JU (Bearbeiterin: D. Hecker; Auftraggeber: Kanton Jura): Untersuchungen der botanischen Makroreste aus der frühmittelalterlichen Siedlung Courtedoux-Creugenat.
  • Develier-Courtételle JU (Bearbeiter/innen: Ch. Brombacher, M. Klee; Auftraggeber: Kanton Jura): Untersuchungen der botanischen Makroeste aus der fühmittelalterlichen Siedlung Develier/Courtételle.
  • Frühmittelalterliche Fundstellen aus dem Kanton BL (Bearbeiter: R. Frosdick im Rahmen einer Dissertation an der Uni Basel)
  • Schleitheim-Brüel SH (Bearbeiter: A. Rehazek; Auftraggeberin: Kantonsarchäologie Schaffhausen): Funde aus dem 6./7. Jh. 


  • Altenberg BL (Bearbeiterin: E. Marti-Grädel, laufende Dissertation an der Uni Basel): Archäozoologische Untersuchungen der Tierknochen aus der Burgstelle Altenberg (11.Jh.) und aus früh-bis hochmittelalterlichen Siedlungen des Kantons Baselland (5-12. Jh.).
  • Büren-Chilchmatt BE (Bearbeiterinnen: M. Klee, A. Schlumbaum; Auftraggeber: Kanton Bern): Archäobotanische Untersuchungen aus einer landwirtschaftlichen Siedlung des 12.- 14. Jh.
  • Court-Mevilier BE (Bearbeiter Samen/Früchte: Ch. Brombacher und M. Petrucci, Holz: A. Schlumbaum, Pollen: P. Hadorn; Auftraggeber: Kanton Bern): Archäobotanische Untersuchungen aus der spätmittelalterlichen Wüstung. 
  • Hallwil AG (Archäobotanik: M. Kühn, Archäozoologie: H. Hüster-Plogmann (Fischreste); Auftraggeber: Kanton Aargau): Proben aus dem Schlossgraben.
  • Melchnau-Grünenberg BE (BearbeiterInnen: Ch. Brombacher, A. Schlumbaum; Auftraggeber: Kanton Bern): Archäobotanische Untersuchungen aus dem Brunnen der Ruine Grünenberg. 
  • Melchsee-Frutt OW (Bearbeiterin: H. Hüster-Plogmann)
  • Müstair Kloster St. Johann GR (Bearbeiter/innen: Ch. Brombacher, D. Martinoli, M. Klee; Auftraggeber: Prof. Sennhauser, Stiftung Kloster Müstair): Bronzezeitliche und mittelalterliche Pflanzenfunde aus dem Kloster St. Johann in Müstair (Graubünden).
  • Schlosskapelle Vaduz FL (Bearbeiterin: M. Kühn; Auftraggeber: Fürstentum Liechtenstein).
  • Stadt Schaffhausen SH (diverse Fundstellen aus der Stadt und dem Kloster Allerheiligen) (Bearbeiter: A. Rehazek (Archäozoologie); Ch. Brombacher (Archäobotanik); Auftraggeberin: Kantonsarchäologie Schaffhausen): Fundstellen aus dem 11.-15./16. Jh. 
  • Stein am Rhein SH (Archäobotanik: Ch. Brombacher, M. Klee, Archäozoologie: A. Rehazek; Auftraggeber: Kanton Schaffhausen): Archäobiologische Untersuchungen von Latrinen.
  • Winterthur ZH (Archäobotanik: M. Kühn, Archäozoologie: H. Hüster-Plogmann, B. Stopp; Auftraggeber: Kanton Zürich): verschiedene Grabungen aus dem Stadtkernbereich (Metzggasse: Latrine; Obergasse (Latrine); Obere Kirchgasse (Latrine und Erdkeller); Oberer Graben (Latrine).
  • Zürich, Schoffelgasse ZH (Bearbeiterin: M. Kühn; Auftraggeber: Kanton Zürich): Latrine, Umgebung der Latrine, Feuerstelle. 


  • Basel-Wildensteinerhof BS (Bearbeitende: H. Hüster-Plogmann (Fischreste) und M. Veszeli; Auftraggeberin: Archäologische Bodenforschung Basel-Stadt): Frühneuzeitliche Latrine aus der Zeit des Basler Konzils (1431-1449) eines Haushalts, dessen Bewohner historisch fassbar sind. Die Speiseabfälle bestehen vor allem aus Knochen von Rindern, Schweinen, Schafen/Ziegen, von Hausgeflügeln wie Tauben, Hühnern, Enten und Gänsen und von vielen Fischen. An diesem Projekt ist auch die Archäobotanik beteiligt. Publikationstermin noch unbekannt.



DNA-Projekte
  • Roman and Celtic Cattle Husbandry in Switzerland: DNA Analysen von Rinderknochen aus verschiedenen Kulturen, mit Schwerpunkt auf römerzeitlichen Funden aus Augusta Raurica. Bearbeiter/innen: Jürg Lange, Robert Blatter und Angela Schlumbaum. Finanziert von FAG, Fortsetzung mit finanzieller Unterstützung aus anderen Fonds geplant.
  • Tierische Fäkalien aus archäologischen Kontext und das Potential von DNA Untersuchungen: Methodische Untersuchungen zur Frage, ob DNA der Defäktoren und der Nahrungspflanzen in feuchterhaltenen neolithischen Fäkalien (Rind, Schaf/Ziege) nachweisbar ist. Diplomarbeit Meral Turgay vorraussichtliches Ende Dezember 2001 (Betreuung Robert Blatter, Leitung Angela Schlumbaum), finanziert als Teilprojekt von NF 1253-063539.00/1. 

  •  
  • beendet 2001: The history of spelt revealed by ancient and modern DNA analysis. Untersuchungen der hochmolekularen Gluteningene aus 200-300 Jahre alten Dinkel und modernen Dinkel mit unterschiedlicher Herkunft. Teil der Dissertation von Robert Blatter, Leitung Angela Schlumbaum, finanziert von FAG und Novartis Stiftung.
    beendet 1999: Investigation of "ancient" DNA of wheat from prehistoric sites of the alpine foreland (NF 31-37290.93). Analysen der hochmolekularen Gluteningene aus verkohlt erhaltenen Weizen unterschiedlicher Kulturen. Teil der Dissertation Robert Blatter, Leitung und Durchführung Angela Schlumbaum.