Abteilung Archäobiologie
 Archäobiologie
   
 


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Inhaltsverzeichnis

Die Archäobiologie setzt sich aus mehreren Disziplinen zusammen:


Alle Disziplinen beschäftigen sich mit der Erforschung des Menschen, der Umwelt, der Wirtschaft und der Ernährungssituation der Menschen vom Paläolithikum bis in die Neuzeit. Die Forschungsschwerpunkte lassen sich daher gemeinsam formulieren:

Umweltgeschichte
Die interdisziplinäre Verknüpfung von archäologischen und archäobiologischen Ergebnissen ermöglicht Aussagen zur prähistorischen und historischen Entwicklung der Umwelt. Dabei wird ein besonderes Augenmerk auf den Einfluss des Menschen auf seine Umwelt gelegt („human impact“). Epochenübergreifende Vergleiche lassen Umweltveränderungen unter dem Einfluss des Menschen erkennen: Viehwirtschaft, Ackerbau und Waldnutzung haben einen erheblichen Einfluss auf die Umwelt. Dabei entstehen neue Biotope, welche wiederum Lebensraum für seltenere oder neue Pflanzen- und Tierarten schaffen.

Wirtschaftsgeschichte
Neben der Erforschung der wirtschaftlichen Bedeutung von Haus- und Wildtieren sowie Kultur- und Wildpflanzen in prähistorischer und historischer Zeit wird vor allem auch die Wechselwirkung dieser Elemente untersucht. Unser besonderes Augenmerk gilt der Abhängigkeit der prähistorischen und historischen Wirtschaftsweise von den Naturgewalten (z.B. Klima).

Ernährungsgeschichte
Die Archäobiologie lässt Rückschlüsse auf die übliche Nahrungszusammensetzung in den einzelnen prähistorischen und historischen Epochen zu. Insbesondere für die neolithischen Feuchtbodensiedlungen der Schweiz können aufgrund der vorteilhaften Erhaltungsbedingungen der organischen Reste Modellierungen zur durchschnittlichen Nahrungsmenge (Energiewerte) und zu den Anteilen von pflanzlichen und tierischen Nahrungsquellen vorgenommen werden. Durch die Erforschung der Ernährungsgeschichte lassen sich auch Einblicke in die Sozialgeschichte gewinnen. Spätestens seit der Eisenzeit werden Hinweise auf eine soziale Abhängigkeit der Ernährungsqualität gefunden. Ab der römischen Epoche, besonders jedoch im Mittelalter und der Neuzeit können die archäobiologischen Resultate mit schriftlichen Hinweisen auf die Ernährung verglichen und kombiniert werden.